ORTE OHNE WIEDERKEHR / PARADIESGÄRTEN
Studien zu Aspekten der Unschuld / der Schönheit / der Natur
Analoge Farbfotografie
c-prints gerahmt, 95 x 94 cm
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Viele vom Nationalsozialismus belastete Stätten haben als Ruinen bis in unsere Zeit überdauert. Im Rahmen einer fotografischen Recherche in den Jahren 2010 bis 2012 habe ich einige davon aufgesucht.

Die Fotografien zeigen Orte des „Tausendjährigen Reiches“ in ihrem aktuellen Zustand. Nur Spuren noch zeugen von den einstigen Zentren brauner politischer Macht und dem mit ihnen verbundenen Terror. Seit Jahrzehnten wirken dort die Kräfte der Natur – bedecken, überwachsen, begrünen – und verleihen diesen Orten über die Fragmente der Vergangenheit hinweg Naturschönheit.

Die Natur wertet nicht. Die wiedergegebene Idylle ist schwer in Einklang zu bringen mit unserem Wissen um die Verbrechen, die mit diesen Orten verbunden bleiben. So verweisen diese Aufnahmen auch auf die Möglichkeit, jedes Thema und jedweden Inhalt in einer schönen Form abzubilden. Irritieren kann diese Divergenz von Form und Inhalt jedoch nur auf den ersten Blick: Steht doch nicht Architektur aus der Zeit von Diktaturen oder politische Machtentfaltung im Fokus der Betrachtung, sondern deren Vergänglichkeit.

Horst-Wessel-Denkmal, Niedersachsen
Karinhall, Brandenburg
Prora, Rügen
Villa Schwanenwerder, Berlin
Waldhaus am Bogensee, Brandenburg
Tiergartenstraße 4, Berlin
Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin
Wilhelmstraße / Prinz-Albrecht-Staße, Berlin
Berghof und Kehlsteinhaus, Bayern
Wolfsschanze / Schwarzschanze / Mauerwald, Polen
Rominter Heide, Polen / Rußland
Reichsehrenmal Tannenberg, Polen
Ehemalige Grabstelle Reinhard Heydrich, Berlin